www.Crossover-agm.de NITEWALK: Darker Shades Of Gray
von ta

NITEWALK: Darker Shades Of Gray   (Youngblood Music Promotion)

"Nocept Prog"? Nie gehört, das Label. Und total konzeptlos klingt das hier nun mal gar nicht. Blues, Jazz und Klassik sollen da angeblich drinstecken, ich höre aber mehr Hardrock, Melodic Metal und Prog Rock. Sänger Daniel Fischer hat eine kernige, raue Rockröhre, die mich streckenweise an Rick Plamondon erinnert, der "Tears Of Blood" für die Kalifornier von Black Symphony mit seinem Gesang veredelte. Von denen sind Nitewalk stilistisch auch gar nicht mal sooo weit entfernt.
Die Songs sind in Rhythmik und Riffing relativ straight und hardrockig, an die aggressiven Melodielinien muss man sich erst gewöhnen. Dominiert wird das Album von der riffenden Gitarre Christian Jungbluths, die Metal-lastig heavy produziert ist.
Proggige Ausreißer gibt es über die 56 Minuten des Albums verteilt öfter, wobei insbesondere "Fire" mit seinem Funk-Bass und die psychedelische 70er-Verneigung "Pet Stories" aus der Reihe tanzen. An den Höhepunkten des Albums erklingen zudem geistesblitzartige Schrägheiten wie das hintergründige Einton-Solo in "Foolin'", die eigentlich viel zu schade sind, um derart kurz irgendwo mittendrin versteckt zu werden. Und obendrauf gibt es mit "Gray Angels" eine hörbare Ballade, die nicht zufällig an Toxic Smile erinnert, denn deren Marek Arnold steht hier nicht nur hinter dem (ansonsten nur hintergründig auftauchenden) Keyboard, sondern zeichnet sich auch für die Komposition des Songs verantwortlich.
Nicht übermäßig spektakulär und schon gar nicht so wild wie angekündigt, aber gut.
Kontakt: www.nitewalk.de, www.youngblood-music-promotion.de

Tracklist:
1. Treasure Land
2. Gush Of Life
3. Red Blades
4. Rhymes
5. Fire
6. Blue
7. Gray Angels
8. Watchtower
9. Secrets
10. Black
11. Foolin'
12. Pet Stories
13. The End
 




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