www.Crossover-agm.de PALLAS: Beat The Drum
von rls

PALLAS: Beat The Drum   (Inside Out)

Gleich drei legendäre Bands haben in letzter Zeit nach 13jähriger Abstinenz wieder ein reguläres Studioalbum veröffentlicht. Neben Warrior und Blue Öyster Cult sind die schottischen Progrocker Pallas, die Anfang/Mitte der Achtziger in einem Atemzug mit Acts wie Marillion genannt wurden, die Dritten im Bunde. Alle drei Bands haben es jedoch nicht geschafft, voll an ihre alte Klasse anzuknüpfen. Das soll indes nicht heißen, daß "Beat The Drum" nun ein schwaches Scheibchen wäre. Zwar haut mich der für Pallas-Verhältnisse schnelle Opener "Call To Arms" ganz und gar nicht vom Hocker, aber Niall Matthewson hat ihn immerhin mit einem vielversprechenden Gitarrensolo ausgestattet, das Appetit auf das nun Folgende macht. Und siehe da: Mit dem Titelsong beweisen Pallas, daß sie es noch nicht verlernt haben, dynamische, wenn auch rhythmisch nicht sonderlich vertrackte (und damit das Attribut "progressiv" nur klein schreibende) Songs zu schreiben. In der Folge wechseln sich Licht und Schatten munter ab, aber gute Ideen wie der bombastische Dudelsackpart am Ende von "Spirits" ziehen auch schwächere kompositorische Leistungen noch ein Stück nach oben. Bester Song der Scheibe ist das fragile "Blood & Roses", das als Kontrastprogramm nach dem furiosen Instrumentalende von "Ghosts" auch noch dramaturgisch sehr geschickt plaziert wurde. Über die Texte kann ich euch nicht viel erzählen, was nicht auch schon in anderen Magazinen stand, denn sie lagen meiner Promo-CD nicht bei. Das Cover glänzt durch völlige Aussagelosigkeit, aber eigentlich sollte ja die Musik zählen. Und die ist über weite Strecken durchaus interessant, technisch sauber eingespielt und mit viel Feeling versehen, was nicht zuletzt die begnadeten Soli unterstreichen. Wer also der Meinung ist, daß "Brave" das letzte wirklich gute Album von Marillion war, kann sich "Beat The Drum" ohne Bedenken ins Regal stellen.
Kontakt: www.insideout.de
 




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