www.Crossover-agm.de RAM ADONAI: Getsemane
von fw

RAM ADONAI: Getsemane   (rosa s.r.o)

Nun hab ich eine kleine Ewigkeit überlegt wie ich mein Debüt-Review im CrossOver einleiten soll, aber richtig gutes ist mir auch nicht eingefallen, so daß ich ganz einfach erst einmal etwas über die Band selber erzählen werde. Ram Adonai bestehen aus einer fast schon klassischen Fünfer-Metalbesetzung und kommen aus der wunderschönen Heimat von Staropramen, Gambrinus und Budweiser (für die Antialkoholiker unter euch: Tschechien ist gemeint).
Nun kann ich in aller Bescheidenheit behaupten mich halbwegs in der tschechischen Metalszene auszukennen, muss aber sagen, dass mir Ram Adonai absolut kein Begriff waren. Liegt sehr wahrscheinlich an ihrer für meine Verhältnisse eher gemäßigten musikalischen Gangart, denn Ram Adonai widmen sich eher dem melodischen Hard Rock mit einigen Crossover-Einflüssen. Musikalisch kann man dem Fünfer dabei durchaus internationale Klasse bescheinigen, da sie ein sehr gutes Gespür für griffige Melodien, interessante Breaks und einen spannenden Songaufbau haben. Natürlich limitiert man sich nicht auf das Genre des Hard Rock, sondern lässt viele andere Genres, wobei der Crossover sicherlich am augenscheinlichsten ist, mit in seine Musik einfließen und lockert das ganze auch noch mit kurzen Piano- und Didgeridoo-Parts auf. Abwechslung wird also großgeschrieben. Hat man mit "Jakobuv Zapas" oder "Let Orla" richtig geile Hard Rocker im Programm oder wird bei "Cerveny Rijen" mal richtig gebluest, so meint man bei "Sebelitost" fast schon Such A Surge oder (noch schlimmer) Limp Bizkit vor sich zu haben. Wie ihr an den Songtiteln merkt, werden sämtliche Songs in der Landessprache des Fünfers vorgetragen, was selbst in Tschechien fast noch richtig originell ist (eigentlich kenn ich nur Masters Hammer, die einige Alben in ihrer Landessprache eingesungen haben, und einige Demobands, wie Promises, Maniac Butcher, Mythopoeia und ein paar Black Metal-Bands, die mal ein paar Songs auf tschechisch hatten (du hast Kreyson vergessen, das Beste, was unser Nachbarland in puncto Power Metal je hervorgebracht hat Anm. rls)). Auf jeden Fall trägt dieser Fakt sehr zum hervorragenden Gesamtbild der Scheibe bei (lässt man mal das dümmliche Cover außer Acht), da die tschechische Sprache einfach einen wundervollen Klang hat. Einziger richtiger Kritikpunkt wäre vielleicht, dass man die Vocals ruhig etwas variabler gestalten könnte und AUF EIN HARD ROCK ALBUM GEHÖRT EINE ORDENTLICHE BALLADE, BASTA!!! Die fehlt nämlich, grober Fehler. Das sollte aber eigentlich niemanden davon abhalten sich dieses herausragende Stück Musik zuzulegen. Da dies beim örtlichen Plattendealer schwer werden dürfte, hier die Adresse des Labels: Rosa s.r.o., Thakurova 3/676, 160 00 Praha 6, Czech Republic. Ach, übrigens beziehen sich einige Texte auf die Bibel. Aber aufgrund der Tatsache, dass sich meine Tschechisch-Kenntnisse arg in Grenzen halten, kann ich dazu nicht viel sagen. Außerdem hör ich hauptberuflich Death und Black Metal, und da darf man so was nicht lesen, bäääh. (Nanana. Schon mal was von christlichem Death bzw. Black Metal gehört? Anm. rls)
 




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