www.Crossover-agm.de PALACE: Divine Intervention
von tk

PALACE: Divine Intervention   (STF Records)

Die Speyerer Formation PALACE werkelt nun auch schon seit mehr als 13 Jahren im metallischen Underground vor sich hin. Mir war die Band bisher nur aus Magazinbeiträgen bekannt, nun rotiert ihr 2008er Werk "Divine Intervention" in meinem Player und kann mit typisch deutschem Heavy Metal der Marke ACCEPT meiner Aufmerksamkeit mal mehr, mal weniger habhaft werden. Der Vierer weiß durchaus griffige Hooklines zu komponieren und Riffs mit Wiedererkennungswert aus dem Ärmel zu schütteln. Der Gesang ist allerdings der markante Schwachpunkt dieser Veröffentlichung, da er dem Banger mal gequält schräg, mal quietschend schief eine Menge Nachsicht abverlangt. Besonders die nervig hohen Alibi-Backingvocals rauben den Songs ihre Stärke, was über die gesamte Spielzeit betrachtet schon etwas bedauernswert erscheint. Die Gitarrenfraktion leistet indes grundsolide Arbeit und erlaubt sich keine Schwächen. Neben fulminanten Nackenkrachern wie dem genialen Riffmonster "Generation Psi Forces" und dem speedigen "The Healer" gibt es auch stampfende Midtempogranaten wie "Injection Of Affection" und das fast schon progressiv angehauchte "The Honest And The Brave", das durch ein entfesseltes Gitarrensolo wichtige Akzente setzen kann. Lyrisch arbeitet die Band mit Sci-Fi-Themen, so dass Spekulationen obgleich des christlich anmutenden Albumtitels schon mal zerstreut werden, man hätte es mit einer frommen Band zu tun. Mit Abstrichen eine durchaus passable Veröffentlichung, die PALACE mit "Divine Intervention" abliefern. Am Gesang muss Harald Piller aber dringend arbeiten, wenn er denn wirklich so stark tröten will wie Udo Dirkschneider in dessen Glanztagen.
Kontakt: www.palace-music.com, www.stf-records.de

Tracklist:
1. Generation Psi Forces
2. Metal Angels
3. Divine Intervention
4. Injection Of Affection
5. The Last Waltz
6. Bloodsuckers
7. The Honest And The Brave
8. The Healer
9. When I Die
 




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