www.Crossover-agm.de MAROON: When Worlds Collide
von ch

MAROON: When Worlds Collide   (Century Media)

Zuerst fällt der Blick auf das Cover, sorry, aber ich versteh das nicht. Das Cover macht für mich keinen Sinn. Warum ein Elefantenkopf auf einer blutenden, zweiarmigen Statue und das alles im Eis, während zwei Himmelskörper im Hintergrund scheinbar zusammenstoßen? Für Lösungsvorschläge bin ich jederzeit offen.
Doch zurück zur Musik: Mit "When Worlds Collide" legen Maroon ihr bis dato bestes Album in die Regale des Musikhandels. Der Opener "24hourhate" eröffnet den Kampf recht ordentlich. Denn Maroon haben sich einem Kampf gewidmet, welchem ist mir leider verborgen geblieben. Die fünf Jungs aus Thüringen übertreiben's mit ihrer Hasskampagne gegen was auch immer. Auf mich wirkt es schon fast lächerlich. Was mich aber von der Musik abbringt. Denn Maroon haben in den letzten Jahren schon einiges erreicht, was viele Bands erst mal schaffen müssen. Zum Beispiel hatten Maroon das Glück sich den Arsch wund touren zu dürfen und konnte sich somit unter anderen einen Plattendeal mit Century Media "erarbeiten". Der zweite Song "And If I Lose, Welcome Annihilation" knüpft nahtlos an den ersten an. Das Instrumental "Sirius" lässt den Hörer erst mal aufatmen bevor es dann bei "Wake Up In Hell" wieder zurück zum Kampf geht. "Wake Up In Hell" ist mein persönlicher Favorit unter den 13 Liedern. Denn die durch die Gitarren leicht melodisch unterlegte Bridge passt sehr gut zum Rest und lockert das Ganze etwas auf. Und "ungewöhnlich" geht's gleich weiter, in "Annular Eclipse" kommt mitten im Lied auf einmal ein Powermetalpart mit Powermetalstimme von Mercenarys Sänger Mikkel Sandager. Was eigentlich nicht passen kann, passt doch recht gut. Dann gibt es wieder ein beruhigendes Instrumental. "Confessions Of The Heretic" und "There Is Something You Will Never Erase" sind nun wieder zwei klasse Metalcorestücke. Bei "The Omega Suite II" war ich ja sowas von den Socken. Das hätt' ich ehrlich nicht erwartet. Denn dabei handelt es sich um ein wirklich richtig genial durchkonzipiertes Instrumentalstück, was seines Gleichen sucht. Respekt. Leider geht man dann mit "Sword And Bullet" wieder zurück zum Metalcore, welcher nicht schlecht aber auch nicht wirklich neu klingt. "Vermin" fängt da an, wo "Sword And Bullet" aufhört und leitet mit "Koo She" den wohl schnellsten Song auf dem Album ein. "Below Existence", das letzte Lied, gibt einen guten Abschluss, alles, was dieses Album auszeichnet, befindet sich in ihm, solider Metalcore, auflockernde Akustikgitarren, nette, kurze Keyboardparts und ein Gefühl, dass alles passt.
Mit "When Worlds Collide" liefern Maroon ein solides Metalcore-Album ab, welches etwas aus der Masse heraussticht. Bei mir ist es im März auf jeden Fall in den TopTen der Neuerscheinungen, auf das gesamte Jahr wird es sich aber sicher nur im Mittelfeld platzieren.
Bandkontakt: www.maroonhate.com
Labelkontakt: www.centurymedia.de

Tracklist:
01. 24hourhate
02. And If I Lose, Welcome Annihilation
03. Sirius
04. Wake Up In Hell
05. Annular Eclipse
06. Arcturus
07. Confessions Of The Heretic
08. There Is Something You Will Never Erase
09. The Omega Suite Pt. II
10. Sword And Bullet
11. Vermin
12. Koo She
13. Below Existence






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